endlich wieder dabei! am letzten mittwoch konnte ich nicht dabei sein, denn ich habe doch tatsächlich die knappe freie zeit damit verbracht, diesen rock zu nähen:
und dann reichte es nicht mehr, etwas zu schreiben und einzustellen.
na klar, eine valeska.
alle nähanfängerInnen oder neunäherInnen nähen eine valeska, hab ich festgestellt. wie auch meike in ihrem blog schreibt. (darf ich das verlinken? ich wage es - die valeska von meike findet ihr hier)
das war mit sicherheit nicht die letzte valeska, mir schwebt da schon wieder etwas vor. ich weiß nur nicht, wann ich meine vielen pläne denn verwirklichen soll.
ich habe mir hier auf meiner übungsmatte selbst den roten teppich ausgelegt.
ansonsten stehe ich mit der fototechnik immer noch auf kriegsfuß. vielleicht sollte ich mal meinen alten notenständer herauskramen und den als stativ verwenden??? dann bliebe immer noch die frage nach dem passenden hintergrund, das ist hier im haus irgendwie ungünstig. auf dem alten fotoplatz steht jetzt eine monstera....
zurück zur valeska: auch bei dieser valeska wie schon bei meiner ersten vom 1. mai musste ich den schnitt wieder etwas anpassen. zunächst habe ich beim auflegen auf den bruch jeweils vorder- und rückenteil 1cm nach außen gezogen, so dass 2cm vorn und hinten an weite weniger ausgeschnitten wurden. das schien mir für den leichten stoff angemessen und es stimmte dann auch.
im rückenteil habe ich von anfang an zwei großzügige längs-abnäher eingeplant. so hatte ich die schwingende weite, aber den stoff im hohlkreuz gebändigt.
diesmal habe ich die nähte
mit den querabnähern über der kräuselung stehe ich immer noch auf kriegsfuß, aber es wird besser, nur noch leichte tüten...
bei der länge habe ich mich verschätzt, keine ahnung, wie das passieren konnte, so wurde der saum nur gaaanz knapp umgesteppt. zuerst wollte ich ihn versäubert ungesäumt fliegen lassen, aber so fällt der stoff einfach besser. und zu kurz ist der rock jetzt nicht, so finde ich.
der bund
der stoff ist wieder vom nähzentrum neumünster aus 50% Leinen, 50% Baumwolle, recht luftig, und aprikot/hellgrün/olive sind genau meine farben. die unvergleichliche birgit von dort hat mir zu diesem stoff geraten und sie hatte recht! wobei ich mich mit dem großen blümchenmuster in den leuchtenden farben zuhause zunächst etwas schwer getan habe. mir schwebten so kommentare vor wie: "kinderstoff", "zu jugendlich" "nachthemd?" drei wochen lag der stoff auf dem nähtisch und zwinkerte mir zu. aber dann habe ich mir einen ruck gegeben und f ü r m i c h genäht!!!!
das t-shirt, das dazu gehören soll, ist erst erdacht, aber noch keinesfalls angefangen. also muss erst mal ein farblich passendes gekauftes gudrun sjoeden shirt her. wobei ich in dem enganliegenden teil eigentlich nicht ohne was drüber das haus verlassen würde, das ist hier nur des zeigenshalber.
zeigen muss ich noch unbedingt das
grundlage war bei mir eine klassische langärmelige weite bouretteseiden hemdbluse aus dem naturmodeversand, gekauft vor vielleicht zwölf jahren. sie gefiel mir schon lange nicht mehr, aber das wahnsinnige material,
auf diese bluse habe ich den kopierten schnitt aufgelegt, wobei ich ziemliche probleme hatte mit dem schneiden. ich wollte so viele nähte wie möglich erhalten, denn die bluse war in größe m, zwar locker sitzend, aber eben nicht soo weit, ich hatte also vorsichtig die einzelnen lagen auszuschneiden. natürlich habe ich dann doch einiges verschnitten, unter anderem den einen ärmel,
bei dieser bluse gibt es kein vorgeschriebenes vorn und hinten, beides geht.
ich werde diesen schnitt noch mal nähen und dabei mehr länge lassen und den ausschitt etwas schmaler machen, das ist so trägerunfreundlich so. mein mann hat mir sein bouretteseidenhemd gegeben, das eignet sich glaube ich genauso, wenn es auch etwas dicker ist, dafür ist mehr stoff vorhanden.
was die anderen mädels an frühlings-nähplanen verwirklicht haben, das zeigen sie, angeführt von wiebke in einem schönen weiblichen schwarzen kleid, wie gewohnt hier.
Nachtrag: Donnerstagvormittag, schmale braune Jeans und langärmeliges helles T-Shirt, darüber mein Seidenshirt mit den Knöpfen nach hinten:
Mustafa: "Mrs. *Müller*, You have put your blouse the wrong way on!"
Frau *Müller*: "Oh, I have to train this..."
Mustafa wartet. Nach einer Weile:
Mustafa: "Don't you want to change and put it the right way on now?"
Frau *Müller*: "Mustafa, that's 'style'!"
Mustafa: "Have you made it?"
Frau *Müller*: "Yes, I have! It's Japanese fahion style."
Mustafa: "Cool!"